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Rechtsextremismus, Rechtspopulismus, Neue Rechte

Drei Begriffe, die oft vermischt werden

19. September 20266 Minuten Lesezeit

Die Begriffe klingen ähnlich und meinen Verschiedenes. Wenn du sie auseinanderhältst, kannst du viel präziser argumentieren.

Rechtsextremismus

Rechtsextrem ist ein Weltbild, das die Gleichwertigkeit aller Menschen ablehnt. Menschen werden nach Herkunft oder Abstammung in wertvoller und weniger wertvoll einsortiert. Dazu kommt meistens die Ablehnung der Demokratie als Ordnung.

Damit richtet sich Rechtsextremismus direkt gegen Artikel 1 des Grundgesetzes, der die Würde jedes Menschen für unantastbar erklärt. Das ist keine Geschmacksfrage, sondern ein Widerspruch zur Verfassung.

Rechtspopulismus

Populismus ist zunächst eine Methode, kein festes Weltbild. Er baut einen Gegensatz auf: hier das Volk, das angeblich einheitlich denkt, dort die Elite, die angeblich gegen es arbeitet. Wer widerspricht, gehört automatisch zur Elite oder gilt als Verräter.

Rechtspopulismus verbindet diese Methode mit Ausgrenzung nach außen, meist gegen Migration und Minderheiten. Die Grenze zum Rechtsextremismus ist dabei bewusst fließend gehalten, damit man sie bei Bedarf bestreiten kann.

Neue Rechte

Die Neue Rechte tritt intellektuell auf und will rechtsextreme Inhalte gesellschaftsfähig machen. Statt Springerstiefeln gibt es Verlage, Zeitschriften, Institute, Kampagnen und gut gemachte Videos.

Das Ziel ist, zu verschieben, was öffentlich sagbar ist. Wörter wie „Ethnopluralismus“ klingen nach Vielfalt und meinen die Trennung von Menschen nach Herkunft. Das ist Rassismus in neuer Verpackung.

Woran du sie im Alltag auseinanderhältst

Was du hörst Wohin es meistens gehört
„Die da oben gegen uns hier unten“ Populismus
„Kulturen müssen getrennt bleiben“ Neue Rechte
„Bestimmte Menschen sind weniger wert“ Rechtsextremismus

Warum Genauigkeit sich lohnt

Wer alles pauschal „Nazi“ nennt, macht das Wort stumpf und verliert jede Diskussion, in der jemand nachfragt. Wer umgekehrt alles verharmlost, übersieht echte Gefahren.

Präzise zu sein ist kein Zeichen von Zurückhaltung. Es ist die Grundlage dafür, dass dir überhaupt jemand zuhört.

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